Das HM KNUST Low Vision Project etablierte zwischen 2023 und 2026 eine nachhaltige Versorgungsstruktur für sehbehinderte Menschen in der ghanaischen Ashanti-Region. Unter der Leitung der Hochschule München und der KNUST wurde ein dreistufiges Netzwerk aus einer tertiären Klinik, drei Sekundärkliniken und sechs Primärzentren geschaffen. Ein Schwerpunkt lag auf der akademischen Ausbildung, wobei das Curriculum für Optometrie-Studierende überarbeitet und durch praktisches Training sowie E-Learning ergänzt wurde. Die beteiligten Kliniken erhielten umfangreiches Equipment und vergrößernde Sehhilfen zur Untersuchung und Versorgung sehbehinderter Patienten. Durch gezielte Outreach-Aktionen in Gemeinden und Waisenhäusern konnten auch schwer erreichbare Patientengruppen identifiziert und untersucht werden. Die Anzahl der Patienten, die eine umfassende Rehabilitation erhielten, stieg kontinuierlich an und wird für 2026 auf mindestens 200 geschätzt. Zur Förderung des regionalen Wissensaustauschs fand Anfang 2026 der „1st West African Low Vision Workshop“ mit rund 100 internationalen Fachkräften statt. Das HM KNUST Low Vision Project wurde zudem durch erste wissenschaftliche Publikationen und Beiträge auf internationalen Konferenzen wie der ARVO oder dem WOC präsentiert.